30.11.2015 Auch Muslime sollen Kirchensubventionen bekommen

Insgesamt knapp 500 Millionen Euro zahlen jährlich 14 Bundesländer (außer Hamburg und Bremen) aus ihren Steuertöpfen an Bistümer und Landeskirchen.

Diese Zahlungen, die zwischen den Bundesländern differieren, beruhen auf Verträgen zwischen Staat und Kirchen und leiten sich aus historischen Ansprüchen der Kirchen gegenüber dem Staat her. Sie sind der Ausgleich für Verluste, die den Kirchen im Laufe des 19. Jahrhunderts durch den Wegfall landesherrlicher Unterstützungen sowie durch Enteignungen entstanden

Daraus wollen Staatsrechtler eine Religionssubvention machen. Die stünde auch dem Islam zu.

Siehe ARTIKEL in der WELT

28./29.11.2015 Bundesparteitag in Hannover

ERÖFFNUNGSREDE Frauke Petry

INTERVIEW mit Frauke Petry

Der 4. Bundesparteitages der AfD in Hannover verlief in harmonischer, konstruktiver Atmosphäre. Es wurden fünf Resolutionen zur Euro-Politik, zur Asylpolitik, zur Außenpolitik, zum Syrien-Einsatz der Bundeswehr sowie zur geplanten Verschärfung des Waffenrechtes verabschiedet (HIER).

Außerdem wurden Bundesschiedsrichter sowie Rechnungsprüfer gewählt.

Die “Junge Alternative” wurde fast einstimmig als Jugendorganisation der Partei anerkannt.

Wir gratulieren!

Ferner wurde die Satzung der Partei komplett überarbeitet. Die AfD hat nun die dauerhafte Doppelspitze inkl. einer Option auf einen dritten Vorsitzenden in ihrer Satzung verankert. Vereinigungen, die sich auf Abstammung, Nationalität und Geschlecht sowie sexuelle Orientierung beziehen, sind lt. der neuen Satzung nicht zulässig, d.h. es wird auch keine Frauenvereinigung geben. Alle anderen Vereinigungen müssen vom Konvent genehmigt werden.

Hier die Eröffnungsrede von Prof. Jörg Meuthen, Bundesvorsitzender der Alternative für Deutschland:

 

Meuthen AMeine sehr verehrten Damen und Herren,
liebe Parteifreunde und Parteitagsdelegierte,
liebe Kollegen des Bundesvorstands,
verehrte Europa- und Landtagsabgeordnete,
verehrte Vertreter der Botschaften der Vereinigten Staaten von Amerika und der Türkei,
verehrte Vertreter der Medien,
geschätzte weitere anwesende Gäste  und
liebe womöglich ebenfalls anwesende Angehörige unserer Delegierten,

ich heiße Sie alle im Namen des Bundesvorstands der Alternative für Deutschland ganz herzlich hier im Kongresszentrum in Hannover willkommen. Vor uns liegt ein weiterer Parteitag unserer noch immer jungen Partei, der anders als die vorherigen als Delegiertenparteitag stattfindet. Vor allem aber wird er, das werden Sie alle in den vor uns liegenden zwei Tagen erleben, auf eine ganz andere Weise und in sehr anderer Atmosphäre stattfinden als die letzten Bundesparteitage.  

Meine Damen und Herren, liebe Parteifreunde,

erinnern Sie sich noch an die Eröffnungsrede unseres letzten Parteitages? Gewiss tun Sie das, und fast alle hier Anwesenden werden diese Rede live miterlebt haben. Das war am 4. Juli in Essen. Es war Konrad Adam, der sie hielt. Es war eine große und denkwürdige Rede, an die man sich lange erinnern wird. Sie wurde in einer Stimmung in der Halle gehalten, wie man sie nur selten erlebt. Es war keine gute und gelöste Stimmung, sondern eine aufgeladene und knisternde, weil es an diesem Tag galt, einen lange schwelenden Konflikt zu einer finalen Entscheidung zu bringen, und es schien weitgehend offen, wie diese ausfallen würde. Als Konrad Adam mit seiner Rede endete, war mir wie vermutlich vielen anderen in der Halle klar, wie das an diesem Tag ausgehen wird. Er hatte deutlich gemacht, auf welche Weise die weitere politische Reise unserer Partei sich vollziehen muss, und damit implizit auch mit wem und mit wem nicht mehr. Und so kam es dann auch, mit einem für Außenstehende erstaunlich klaren Resultat (Wer als Insider die Stimmungslage in der Partei kannte, wunderte sich weniger darüber). Der weitere Parteitag verlief danach turbulent, aber sehr effektiv. Der Konflikt war entschieden. Es wurde ein kompletter neuer Bundesvorstand gewählt, auch ein neues Schiedsgericht, und am Abend des 5. Juli ging man auseinander und war gespannt, wie sich die Dinge nun weiter entwickeln würden. Alles war höchst ungewiss.

Es geschah dann zunächst in den darauf folgenden Tagen, was sich zuvor für diesen Fall abgezeichnet hatte und was ganz offenkundig auch bereits zuvor vorbereitet worden war. Die unterlegene Seite verließ die Partei. Ihr Frontmann – und mit ihm viele seiner Höflinge –  gründete sofort eine neue Partei. Eine Partei mit einem erstaunlich dümmlichen Namen. Immerhin aber ein Name, der – offenbar vorsorglich – viel Raum für weitere Parteineugründungen im Falle eines erneuten Scheiterns lässt. Das Alphabet ist recht lang, meine Damen und Herren!

Für die nicht eben wenigen Gegner unserer noch jungen Partei war das alles zunächst ein Fest. Es schien sich zu bewahrheiten, was sie alle gehofft hatten. Weite Teile der Medienlandschaft und unsere politische Konkurrenz allzumal posaunten nun heraus, die Streithansel von der AfD hätten sich nun glücklicherweise selbst zerlegt und geradezu fragmentiert. Mit der Austrittswelle und der Spaltung sei es nun alsbald vorbei mit ihr. Man könne nun also beruhigt und erleichtert wieder zum Tagesgeschäft des etablierten Parteienzirkus übergehen.
Allein, sie haben sich alle getäuscht. Und wie nun, knapp fünf Monate später, wohl allmählich auch dem Letzten klar geworden sein dürfte, sehr umfassend getäuscht!
Zwar schien die Rechnung zunächst aufzugehen. In den Monaten Juli und August sanken unsere Umfragewerte auf unter 5 %, es gab eine Austrittswelle von etwa 15 % der bisherigen Parteimitglieder, und es gelang uns in den Sommerwochen trotz erheblicher Mühen auch zunächst nicht mehr wie gewohnt, öffentlich wahrgenommen zu werden. Es war der Versuch, uns totzuschweigen.
Was haben wir in der Lage getan? Mit neuem Streit wie vor dem Essener Parteitag konnten und wollte ja nun wirklich niemand mehr in die Schlagzeilen kommen. Ein diszipliniert, sachlich und sogar harmonisch zusammenarbeitender Bundesvorstand aber, wie wir ihn nun seit Essen haben, ist natürlich nicht schlagzeilenträchtig. Und so arbeiten wir seit Essen mit extremem Aufwand daran, damit in die Öffentlichkeit zu kommen, womit eine Partei auch auffallen sollte: Wir besetzen die politischen Themen und Problemfelder unserer Zeit mit alternativen Antworten zu dem Einheitsbrei der übrigen Parteien. Das tun wir seit Monaten mit einer hoch aktiven Öffentlichkeitsarbeit, mit unserer bundesweit sehr erfolgreich gelaufenen Aktion der Herbstoffensive, mit ungezählten Veranstaltungen überall im Land und auch mit Demonstrationen.
Und siehe da, dieser Fleiß, dieses Engagement und dieser Mut Tausender hochmotivierter Parteimitglieder im ganzen Land zahlt sich aus. Bereits im September, liebe Parteifreunde, haben wir die Zerreißprobe erfolgreich bewältigt und den Turnaround geschafft. Seither ist die kurze Abwärtsbewegung nach Essen in eine sehr kräftige und stabile Aufwärtsbewegung gewandelt. Die Mitgliederzahlen steigen seither wieder massiv an, wir kommen mit der Bearbeitung all der Aufnahmeanträge phasenweise gar nicht mehr hinterher. In allen demoskopischen Umfragen stehen wir inzwischen höher denn je zuvor. Niemand sieht uns mehr bei unter 5 % oder auch nur in der Nähe dieser Zahl. Wir liegen in allen Umfragen zwischen 8 und gut 10 % bundesweit, und Potentialanalysen bescheinigen uns ein Wählerpotential von derzeit rund 20 %. Das werden wir sicher nicht voll ausschöpfen können, denn wir sind immer noch eine lernende, junge Organisation, die, wie sollte es anders sein, auch Fehler macht. Aber es doch klar und völlig unübersehbar, in welche Richtung unsere Reise geht, liebe Parteifreunde. Nach oben, in die parlamentarische politische Verantwortung, auf allen föderalen Ebenen unseres wunderschönen, leider sehr gefährdeten Landes. Und das heißt zunächst einmal, in alle Parlamente einzuziehen, wo immer möglich mit einem zweistelligen Ergebnis.
Wir haben diesen Turnaround hinter uns, und das nicht etwa verborgen, sondern für jedermann offenkundig. Die Aufmerksamkeit der Medien und auch der politischen Gegner ist, nachdem das Totschweigen nicht funktioniert hat, längst wieder auf uns gerichtet, ja sogar mehr als je zuvor. Umfragen zeitigen eben Wirkungen, meine Damen und Herren.
Leider sind diese Wirkungen zu Teilen auch sehr unerfreulich, womit ich weniger die Vertreter der Medien meine, als vielmehr Teile unserer politischen Gegnerschaft, die in einer Art von Angstbissigkeit alle Grundsätze eines anständigen und demokratischen Gepflogenheiten entsprechenden Umgangsstils mit dem politischen Gegner zu verlieren scheinen.
Liebe Parteifreunde, es ist ein unerträglicher Skandal und wir können das gar nicht laut genug zur Kenntnis geben, wenn man überall in Deutschland Gastronomen nötigt und in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht, wenn sie unsere Veranstaltungen zu beherbergen bereit sind. Wie weit ist es mit unserem Land eigentlich gekommen, wenn bereits gebuchte Hotelunterkünfte für Delegierte unseres heutigen Bundesparteitags vom Hotel wieder storniert werden, weil man Schaden für das Hotel fürchtet, wenn man unseren Delegierten Zimmer zur Übernachtung vermietet? Was für ein erbarmungswürdiges Verständnis von demokratischem Diskurs und Wettbewerb legen diejenigen Parteien an den Tag, die meinen, uns auf diese schändliche Weise bekämpfen zu müssen? Wie wäre es denn einmal mit wenigstens einem Minimum an Respekt, Fairness und Aufrichtigkeit statt mit Verleumdung und Verunglimpfung uns gegenüber und üblen Repressalien gegenüber Gastwirten, die damit gar nichts zu tun haben und die nur ihrem ganz normalen Geschäft nachgehen mögen? Ist die Angst vor unserem Mut zur zuweilen auch unbequemen Wahrheit und vor unseren Sachargumenten inzwischen so groß, dass man uns auf jede erdenkliche Weise meint bekämpfen zu müssen?
Liebe Parteifreunde, es ist schlimm, dass so etwas passiert und Schule macht. Fast noch schlimmer ist die pseudomoralische und tief abstoßende Selbstgerechtigkeit derjenigen, die das tun. Aber wir müssen damit leben und wir müssen uns standhaft dagegen durchsetzen. Und ich sage Ihnen, hier stimmt der Satz dann auch einmal: WIR schaffen das!  
Wir werden nicht weichen. Wir werden nicht aufgeben. Und wir lassen uns nicht kleinkriegen. Im Gegenteil, wir werden daraus sogar noch gestärkt hervorgehen. Denn wir kommunizieren das und machen diesen Skandal öffentlich. Und, meine Damen und Herren, die Menschen im Land haben feine Sensoren für so etwas. Es wird sich letztlich gegen die richten, die das tun, nicht gegen uns. Das werden sie irgendwann merken, und dann hört das auch wieder auf.

Wenn wir also die Monate zwischen dem letzten Bundesparteitag in Essen und unserem heutigen hier in Hannover einmal Revue passieren lassen und eine nüchterne Bestandsaufnahme machen, dann kann man doch nur sagen: Es war richtig, unbeirrt diesen Weg zu gehen, und wir haben seit Essen als Partei das genau Richtige getan. Wir haben nämlich einfach beharrlich und tüchtig weiter gearbeitet, wir haben an unseren Positionen festgehalten, und wir haben neue Positionen zu neuen sich dramatisch stellenden Zeitfragen entwickelt. Klar, deutlich und mutig, gegen noch so viele Widerstände. Ich kann Ihnen nur sagen, ich stehe hier oben, und ich bin heute stolz auf unsere Partei, die von ihren vielen so engagierten und tüchtigen Mitgliedern lebt und quicklebendig ist!
Wirklich nur am Rande möchte ich erwähnen, dass damit auch die in Essen noch viele Anwesende beschäftigende Frage völlig eindeutig und abschließend entschieden ist, welchem Teil der AfD vor Essen eine Zukunft beschieden ist. Während wir, die AfD, inzwischen in einer ersten Umfrage als drittstärkste Partei in Deutschland gesehen werden (es wird noch mehr solcher Ergebnisse geben, Sie werden sehen), versinkt die Ausgründung derer, die meinten, sich abspalten zu müssen, in der kompletten Bedeutungslosigkeit und demoskopischer Irrelevanz. Es zeigt sich damit auch, wer richtig lag und wer falsch. Das kann man auch ganz einfach erklären. Es braucht keine weitere CDU oder FDP, die gibt es nämlich bereits, und zwar beide in schon lange beklagenswerter  Verfassung. Wenn eine neue Partei Erfolg haben will, dann muss sie auch etwas Neues anbieten und nicht etwa alten Wein in neuen Schläuchen. Und dieses neue und wirklich alternative Angebot, liebe Parteifreunde, das haben nun einmal wir. Wir tragen ja nicht zufällig den Namen Alternative für Deutschland, sondern sehr gezielt und bewusst. Und darum sind eben wir diejenigen, die sich durchsetzen, und nicht etwa unsere überangepassten Freunde des Alphabets.

Ein letztes Wort noch zu dem in diesen Wochen uns immer einmal wieder gemachten Vorwurf, wir seien Profiteure der Flüchtlingskrise und erfreuten uns daran gewiss, denn nur das spiele uns die große Zustimmung zu, die wir derzeit haben. Ich habe mich allein in dieser Woche schon viermal in Journalistengesprächen mit diesem Vorwurf konfrontiert gesehen und immer gleich geantwortet.
Meine Damen und Herren, das ist erstens schon deshalb falsch, weil wir nun wahrlich weit mehr Themen als nur dieses eine haben. Man schaue sich exemplarisch einmal die 63 Seiten unseres Landtagswahlprogramms in Baden-Württemberg an. Da wird kein Thema ausgespart, zu dem wir nicht Position bezögen.
Zweitens kann man sich an diesem Thema nicht erfreuen. Im Gegenteil: Es eint uns die große Sorge um unser Land! Und das Land, um daran keinen Zweifel zu lassen, kommt für uns vor der Partei und nicht dahinter. Wir sind als in der Partei AfD zusammengeschlossene Gemeinschaft vor allem auch eine Vereinigung von Menschen, die ihr Land mit einem guten und weltoffenen Patriotismus lieben und in ihm auch in Zukunft mit unseren Kindern und Enkeln leben wollen. Wie könnten wir uns an einer so fundamentalen Krise denn freuen?

Drittens schließlich ist es ein unsinniger Anwurf. Diese Krise ist Resultat eine jahrelangen eklatanten Politikversagens der uns Regierenden, das nun durch das verantwortungslose Handeln der Kanzlerin in der unmittelbaren Krise noch einmal eine Steigerung erfährt. Das Politikversagen der Regierung wie aller im Bundestag vertretenen Parteien aber ist doch nicht uns anzulasten. Ebenso wenig, wie man uns zum Vorwurf machen sollte, dass wir uns gegen die Rechtsbrüche dieser Regierung wenden und eigene Vorschläge unterbreiten, was zu tun ist in dieser Lage, in kurz- wie langfristiger Perspektive. Das ist beides sogar unsere Pflicht, meine Damen und Herren. Und um es ganz klar zu sagen: Wir denken gar nicht daran, das Thema, das doch allen Menschen im Land mehr als jedes andere unter den Nägeln brennt, aus der politischen Auseinandersetzung heraus zu lassen. Im Gegenteil, wir werben aktiv für unsere Antworten auf diese fundamentale Krise, die unser Land im Ganzen bedroht.

Und so sind wir nun heute hier in Hannover, als starke und alternative politische Kraft in Deutschland, um zuvorderst – das muss nämlich auch sein; auch wenn es nicht die große Politik ist – an der Fertigstellung unserer neuen Satzung zu arbeiten. Und natürlich versucht man uns auch jetzt wieder von außen wieder diesen oder jenen innerparteilichen Konflikt anzudichten, weil wir, wie es sich für eine breit aufgestellte Partei gehört, Gott sei Dank ein plurales Meinungsspektrum in uns vereinen. Sei´s drum, lassen Sie uns alle gemeinsam gelassen darauf reagieren.
Jede Wette: Wir werden hier in Hannover gut, harmonisch und vertrauensvoll gemeinsam an unserer Satzung und einigen anderen Aufgaben, die zur Erledigung anliegen, arbeiten. Wir werden auch einige Resolutionen verabschieden, denn die politischen Inhalte sollen darüber nicht zu kurz kommen.  Wir lassen uns nicht mehr auseinanderdividieren, liebe Parteifreunde: Wer von außen auf uns sehend auf eine neue Spaltung lauert, wird enttäuscht werden!
Und so bin ich mir sicher, dass wir hier in viel ruhigerer und auf die inhaltliche Arbeit konzentrierterer Atmosphäre als auf allen Parteitagen zuvor einen erfolgreichen Satzungsparteitag durchführen werden, an den sich dann im Frühjahr 2016 in der genau gleichen Weise unser geplanter Programmparteitag anschließen wird. Auf dem werden wir dann die exzellenten Arbeiten so vieler Parteimitglieder in den Bundesfachausschüssen und der Bundesprogrammkommission zu unserem Parteigrundsatzprogramm verdichten.
So gehen wir vor, liebe Freunde, und so sind wir bereits hoch erfolgreich und werden noch viel erfolgreicher werden. Es ist mir und wie ich zuversichtlich bin uns allen eine Lust und eine Freude, gemeinsam für eine bessere Zukunft für unser Land zu arbeiten. Lassen Sie uns nun beginnen. An die Arbeit!

25.11.2015 Kirche in Deutschland

Zum Auftakt der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat ihr Ratsvorsitzender, Heinrich Bedford-Strohm, deutliche Kritik an der Pegida-Bewegung und an der Partei Alternative für Deutschland geübt. Wer bei deren Demonstrationen mitlaufe, müsse sich im Klaren darüber sein, dass er rechtsradikalen Hetzparolen, die dort geäußert würden, Legitimation verleihe. Wo die Äußerung von Sorge in Hetze umschlage, werde eine rote Linie überschritten (s. HIER).

Dazu eine PRESSEMITTEILUNG der AfD-Vorsitzenden Dr. Frauke Petry.

Ein offener Brief an Herrn Bedford-Strohm von Beatrix von Storch, stellv. Vorsitzende der AfD und Europa-Abgeordnete:

Sehr geehrter Herr Bedford-Strohm,

Sie haben als Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland am 8. November 2015 auf der Synode in Bremen der Alternative für Deutschland rechtsradikale Stimmungsmache vorgeworfen und die Bürger aufgefordert, sich von den Demonstrationen der AfD fernzuhalten.

Ich würde gerne näher erfahren, was an den Positionen der AfD rechtsradikal sein soll. Sie sind die Belege dafür leider schuldig geblieben. Ist Kritik an der Merkelschen Asylpolitik per se sakrosankt? Die AfD betont immer wieder, dass sich ihre Politik nicht gegen die Menschen richtet, die zu uns kommen. Den Menschen, die hier ein besseres Leben suchen, ist kein Vorwurf zu machen. Wir verurteilen jedoch Merkels Politik, die unser Land völlig überfordert. Es ist unmöglich, alle Menschen hier in Deutschland zu versorgen, geschweige denn, sie in Lohn und Brot zu bringen und ihnen so ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
Sind eigentlich auch alle Länder um uns herum rechtsradikal, weil sie die gleichen Positionen wie die AfD vertreten und die massive unkontrollierte Zuwanderung ablehnen? Müsste Frau Merkel dann nicht schon längst den Austritt Deutschlands aus dieser rechtsradikalen EU erklärt haben? Zeigt Innenminister de Maiziére „menschliche Kälte“, wenn er für Syrer einen subsidiären Schutz und damit ein Bleiberecht auf Zeit und ohne das Recht auf Familiennachzug propagiert?

Was ist eigentlich mit der Nächstenliebe für die besonders Schutzbedürftigen, die Alten und Kranken in den Heimatländern der Asylsuchenden? Wer soll ihnen noch Unterstützung gewähren, wenn die jungen Menschen zu Hunderttausenden gehen?
Herr Bedford-Strohm, Sie machen es sich deutlich zu einfach, wenn Sie diejenigen, die unbequeme Wahrheiten aussprechen, mit der Nazikeule zu erschlagen suchen. Das ist nicht nur inhaltlich auf dem Niveau der „AntiFa“, sondern in besonderer Weise Ihrem Amt unwürdig.
Sollte die Kirche nicht für alle Menschen da sein, egal welche politischen Auffassungen sie vertreten?  Ich zumindest hatte immer noch die (offensichtlich altmodische) Vorstellung, dass Kirche nicht als politische Vorfeldorganisation von Linken, Grünen und CDU fungiert, sondern ihre Aufgabe darin sieht, das Evangelium zu verkünden.  
Die praktizierte christliche Nächstenliebe ist fürwahr ein hohes Gut. Und die Kirche soll für sie einstehen. Aber, Nächstenliebe muss von Menschen kommen, nicht von Staaten. Man kann sie nämlich nicht verordnen und delegieren. St. Martin teilte seinen eigenen Mantel und nicht irgendeinen von seinen Soldaten.
Johanniter, Malteser und viele andere leisten unendlich viel Gutes mit Freiwilligen und Ehrenamtlichen. Das ist vorbildlich und zu begrüßen. So viele Menschen auf diese Art unterzubringen sind, ohne dass die Gesellschaft zwangsverpflichtet wird, so viele können kommen. Nächstenliebe ist ein christliches Gebot von Mensch zu Mensch.
Ich nehme an, Sie haben bereits privat eine Flüchtlingsfamilie aufgenommen und sicher hat auch alle Ihre Gemeinden alle verfügbaren Immobilien für Flüchtlinge geräumt und alle verfügbaren finanziellen Mittel eingesetzt sowie sämtliche Rücklagen aufgelöst, um Abhilfe zu schaffen. Das ist gut und richtig. Privates Asyl und Kirchenasyl – das ist der richtige Weg.

Herr Bedford-Strohm, ich bitte Sie aber herzlich: Sie tragen eine große Verantwortung. Beziehen Sie auch die verunsicherten Bürger ein, die zu Demonstrationen gegen eine grenzenlose Aufnahme von Asylsuchenden gehen und verstoßen Sie diese nicht in die rechtsextreme, menschenverachtende Ecke. Sie leisten damit nur einen Beitrag zur Spaltung der Gesellschaft. Verkünden Sie das Wort Gottes, die frohe Botschaft, das Evangelium, die Vergebung der Sünden, die Auferstehung von den Toten und das ewige Leben. Und halten sich aus der Politik fern. Das wäre vielleicht auch ein Beitrag dazu, den Exodus aus Ihrer Kirche einzudämmen.

23.11.2015 NDR – Elbvertiefung: Was riskieren wir?

In dem schon Jahre andauernden Gerichtsverfahren um die neunte Elbvertiefung wird das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig voraussichtlich im Sommer 2016 ein Urteil fällen: darüber, ob die Stadt Hamburg die für ihren Hafen ersehnte Elbvertiefung bekommt oder ob die Richter den klagenden Naturschutzverbänden Recht geben.

Die NDR-Sendung “45 Min” zeigt Hintergründe, s. HIER

21.11.2015 Hamed Abdel-Samad in Dachau

Hamed Abdel-Samad wollte eine Lesung in Dachau veranstalten. Eingeladen durch die AfD wollte der Autor über sein Buch „Mohamed – Eine Abrechnung“ sprechen. Nach wilden Attacken durch Gegendemonstranten hielt er jedoch eine bemerkenswerte und eindringliche Rede über die Meinungsfreiheit. Auch der AfD las Abdel-Samad die Leviten.

REDE  –  DISKUSSION

21.11.2015 „Neue deutsche Medienmacher“ als Sprachpolizisten

Die Broschüre trägt den Titel: „Glossar der Neuen deutschen Medienmacher – Formulierungshilfen für die Berichterstattung im Einwanderungsland“.

Diese Woche lag sie in Berlin im Haus der Bundespressekonferenz aus, 3. Auflage vom 1. Oktober 2015. Wer glaubt, der deutschen Sprache nicht mächtig und auf Formulierungshilfe angewiesen zu sein, kann sich bedienen. Wer nicht weiß, ob seine Terminologie politisch korrekt ist, erst recht. In diesem GLOSSAR, das sowohl thematisch als auch alphabetisch sortiert ist, erhält der Leser wichtige Hinweise zur korrekten Ausdrucks- und Denkweise.

Beispiel:

Ausländerkriminalität

sollte nicht als eine Bezeichnung für alle Straftaten verwendet werden, die von ||Ausländern begangen werden, sondern als Oberbegriff für Verstöße gegen Asylgesetze, Visavergehen und andere Straftaten, die nur von Ausländern begangen werden können. Alle anderen Straftaten sollten allgemein unter Kriminalität eingeordnet werden – schließlich gibt es auch keine »Deutschenkriminalität«. Ebenso können Straftaten im speziellen benannt werden, so wie z.B. auch von Korruption die Rede ist, anstatt von »Beamtenkriminalität«.

I  als Signal

Die „Neuen deutschen Medienmacher“ sind nach eigenen Angaben „ein bundesweiter unabhängiger Zusammenschluss von JournalistInnen mit und ohne Migrationshintergrund.“ Das große „I“ in Journalistinnen verrät gleich, aus welcher Ecke der publizistische Wind weht…

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18.11.2015 AfD oder CDU ???

“Deshalb müssen wir aber auch immer wieder fragen: Wo hört Toleranz auf und wo fängt Beliebigkeit an?

Ein Beispiel: Manche unserer Gegner können es sich nicht verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion in die rechtsextreme Ecke zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit der Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen. Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit, und eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wir ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Deshalb werden wir auch weiter eine geregelte Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung fordern.”

Angela Merkel auf dem CDU-Parteitag 2003

DAMALS …