Die AfD lehnt die Einrichtung eines Lehrkräfte-Servicebüros beim Landkreis ab, da dieses fehlende Lehrer nicht herbeizaubert sondern bindet und der Kreis nicht Aufgaben des Landes übernehmen und – selbst hochverschuldet -finanzieren sollte.
Hierzu das Statement der AfD Fraktionsvorsitzenden Anke Lindszus im Kreistag am 29.9.2025 auf Youtube (dieses ist ihre 3. Rede in dieser Sitzung)
„Frau Präsidentin, meine Damen und Herren,
die Sicherstellung der Unterrichtsversorgung und die Gewinnung und Betreuung von Lehrkräften sowie die Durchführung von Referendariaten und Praktika liegen ausschließlich in der Verantwortung des Landes Niedersachsen.
Als Stadtrat von Buxtehude und damit Aufsichtsorgan eines Schulträgers habe ich noch nicht einmal Informationen zur Lehrerversorgung an Schulen erhalten. Über den Bildungsbericht, den wir gerade zur Kenntnis genommen haben, bin ich daher sehr dankbar.
Aber: er (der Bildungsbericht) hat auch deutlich gemacht, dass die Anstrengungen im Landkreis auf diesem Gebiet – nämlich Lehrkräfte zu finden – erfolglos geblieben sind. Seit 2009 haben wir das Projekt „Lernen vor Ort“, seit 2014 hat das Land Niedersachsen eine Lehrkraft entsendet, die für das Projekt Bildungsbüro (das Frau Männich-Polenz (GRÜNE) gerade gelobt hat) für uns arbeitet. Übrigens eine Lehrkraft, die wir an den Schulen dringend gebraucht hätten. Vor diesem Hintergrund lehnen wir die Kooperationsvereinbarung ab.
Diese Kooperationsvereinbarung enthält unter anderem Vorschläge, dass wir für Praktikanten kostenlose Unterkünfte zur Verfügung stellen. Das Ganze ist weder politisch geboten noch finanziell tragbar. Wir wollen keinen Nanny- Staat, der freiwillige Leistungen immer weiter ausweitet, während unsere Pflichtaufgaben zunehmend unter Druck geraten. Die Unterrichtsversorgung gehört zweifelsfrei zu den originären Pflichten des Landes Niedersachsen. Frau Köpcke (CDU) hat gesagt, dass das Land Niedersachsen hier Versäumnisse hat und hat das auch hervorgehoben.
Aber wir können das hier nicht zu unseren Aufgaben machen.
Vielen Dank.“
Info: Hinter dem Bildungsbüro stecken 1,27 Mio € Aufwendungen, davon ca. 85 t € für Personal
