Eine kluge Haushaltsführung ist nicht nur für den heimischen Haushalt wichtig, sondern gerade auch für den Haushalt des Landkreises Stade oder deren Kommunen. Auch hier muss die kluge Hausfrau (oder der kluge Hausmann) mit begrenztem Geld alle zwingend erforderlichen Ausgaben bezahlen. Bleibt dann Geld übrig, so können nachrangige Wünsche erfüllt werden. Die kluge Hausfrau im privaten Haushalt sollte wie der kommunale Haushälter nachhaltig wirtschaften und Schulden nur für wichtige langfristige Investitionen aufnehmen. Lieber vorsorgen und sparen, dadurch Reserven für die Zukunft schaffen und Zinsen kassieren, als heute schon das Geld der Zukunft durch Schulden vorzeitig auszugeben und dafür auch noch Zinsen zu zahlen. Spare in der Zeit, so hast Du in der Not – diese alte Weisheit gilt auch für den kommunalen Haushälter.
Dieses Prinzip wurde leider vom Landkreis und von zu vielen Kommunen im Landkreis missachtet. Investitionen wurden zum Teil unterlassen, Ersatzinvestitionen (z.B. Sanierung von Straßen und Brücken) wurden verschoben und trotzdem Kredite für die Haushaltsführung aufgenommen. Auch wurden Aufgaben übererfüllt, obwohl dies weder notwendig war, noch dem Landkreis nützt (Aufnahme von zu vielen sogenannten Flüchtlingen über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus – Königsteiner Schlüssel).
Kein Wunder, dass der neue alte Landrat Kai Seefried nun klagt, dass Schulden und Zinsen steigen und in Zukunft immer mehr die Haushaltsplanung überschatten und dominieren werden.
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