Gestern besuchte ich den Informationsstand des AfD-Kreisverbandes Stade in Hammah. Dort gab es zahlreiche Gespräche, viele interessierte Besucherinnen und Besucher und engagierte Menschen, die bereit sind, Verantwortung für unseren Landkreis zu übernehmen und sich zur Wahl zu stellen.
Auch eine Gegendemonstration begleitete den Tag. Das hielt jedoch viele Menschen nicht davon ab, den Informationsstand zu besuchen und das persönliche Gespräch zu suchen. Jung und Alt kamen miteinander ins Gespräch – darunter auch Menschen unterschiedlicher Herkunft.
Für mich war dieser Tag zugleich ein persönlicher Schritt: Ich bin nun offiziell Mitglied der AfD und habe dem Kreisverband meine Unterstützung im Bereich Webseite und Social Media angeboten.
Besonders lange und sehr angenehm unterhielt ich mich mit Herrn Maik Julitz und Frau Astrid zum Felde. Dabei kamen wir auf ein sensibles Thema zu sprechen: den immer wieder erhobenen Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit. Die AfD wird häufig pauschal in eine bestimmte Schublade gesteckt; nicht selten fällt dabei sogar das Wort „Nazi“. Dieses Bild wird längst nicht mehr nur in Deutschland vermittelt, sondern erreicht auch Menschen im Ausland.
Wie stark solche Zuschreibungen wirken können, wurde mir vor Kurzem durch eine persönliche Begegnung bewusst.
Ich habe drei sympathische junge Männer mit spanischen beziehungsweise südamerikanischen Wurzeln kennengelernt. Sie leben und arbeiten seit etwa drei Monaten in Deutschland. Als qualifizierte Fachkräfte führen sie anspruchsvolle Schweißarbeiten an wichtiger Infrastruktur für die europäische Gasversorgung aus.
Ich fragte die drei, ob sie mich zum AfD-Informationsstand begleiten möchten. Ihre spontane Antwort erschreckte mich: Sie seien Ausländer und deshalb bei der AfD sicherlich nicht willkommen.
Ich widersprach sofort. Denn wenn Menschen glauben, sie würden allein aufgrund ihrer Herkunft grundsätzlich abgelehnt, ist ein offenes und persönliches Gespräch umso wichtiger.
Auch gegenüber Maik Julitz sprach ich diese Erfahrung offen an. Er hörte aufmerksam zu und zeigte sich über diese Wahrnehmung erstaunt. Für ihn war klar: Selbstverständlich wären die drei Männer am Informationsstand willkommen gewesen.
Am Nachmittag erzählte ich ihnen von diesem Gespräch und zeigte ihnen einige Bilder vom Stand und von den Menschen vor Ort. Ihre Reaktion hat mich sehr berührt: Sie erklärten, dass sie sich für die politischen Positionen interessieren und sich vorstellen können, die Partei näher kennenzulernen. Darüber hinaus boten sie von sich aus an, gemeinsam ein Video zu drehen und darin ihre persönliche Sicht zu schildern.
Natürlich kann eine einzelne Begegnung nicht jede politische Debatte beantworten. Aber sie kann zeigen, wie wichtig es ist, miteinander statt übereinander zu sprechen. Herkunft allein sagt nichts darüber aus, welche Werte ein Mensch vertritt, wie er über Deutschland denkt oder welche politische Richtung er unterstützt.
Die drei jungen Männer möchten mit ihrer eigenen Stimme erzählen, wie das Bild der AfD im Ausland bei ihnen angekommen ist – und was sich verändert hat, nachdem sie das persönliche Gespräch gesucht haben.
Denn zwischen Schlagworten und Wirklichkeit liegt manchmal nur ein ehrliches Gespräch.
Liebe AfD Kreisverband Stade: Habt ihr Lust, dieses gemeinsame Video zu drehen?
Viele Grüße
Aylin Kay, neues AfD-Mitglied
Bild: KI-generiert
Selbstverständlich möchten wir gerne ein gemeinsames Video drehen!
