13.01.2015 "Lügenpresse" ist das Unwort des Jahres!

Nun wurde es wieder gekürt, das Böseste und Schrecklichste aller 2014 entwickelten Wörter. Es ist nicht das vielfach erwartete "PeGiDa" geworden und auch nicht der Geheimfavorit "Putin-Versteher". Nein, es wurde "Lügenpresse" und der Protest der von dieser Wortschöpfung betroffenen Medien ließ nicht lange auf sich warten. Der Begriff sei "perfide" beschwerte sich "Spiegel online" und die "Süddeutsche" dröhnte von einem "Kampfbegriff gegen die Demokratie".

Verstehen wir uns bitte nicht falsch: Der Begriff "Lügenpresse" schießt in der Tat schon sehr weit und sehr polemisch über das Ziel hinaus. Wir sind dankenswerterweise weit entfernt von Zuständen einer von oben gleichgeschalteten Presse, wie es sie sowohl im Nationalsozialismus und auch in der DDR gab. Wir leben in einem demokratischen Staat mit einer im Wesentlichen freien Presse, man darf regierungskritisch berichten und bevor man ein Presseerzeugnis in Deutschland verbietet, muss schon viel passieren.

Und doch: Gerade wir von der AfD haben immer wieder kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen müssen, wie verzerrt und oftmals schlichtweg falsch über unsere Partei berichtet wird. Allen voran die "BILD"-Zeitung, die nicht müde wird, uns als Euro-Hasser zu bezeichnen, wenngleich ein deutscher Austritt aus dem Euro mit keiner Silbe in auch nur einem Wahlprogramm gefordert wurde. In der sogenannten "Qualitätspresse" ist das nicht anders. Fälschlich und vermutlich wieder besseren Wissens ist in verschiedensten Blättern immer wieder über uns zu lesen, eines unserer wichtigsten Parteiziele sei die "Rückkehr zur D-Mark".

Nicht weniger kritikwürdig als das offensichtliche und offenbar strategisch gewollte Verbreiten von Desinformationen und Unwahrheiten ist das Verschweigen von Fakten oder die zunehmende Meinungsmache der Presse.

Können wir uns wirklich von der Presse noch umfassend und von allen Seiten informiert fühlen? Ist es ein Zeichen von offener Pressearbeit, wenn Zeitungen sich einen eigenen Kodex auferlegen, doch bitte gerade in Sachen Ausländerkriminalität "kultursensibel" und "nicht diskriminierend" zu verhalten, was dazu führt, dass Personenbeschreibungen nur noch höchst rudimentär veröffentlicht werden, wenn es sich um eine von einem "Südländer" begangene Straftat handelt?

Es sind Selbstzensuren wie diese, die dafür gesorgt haben, dass Deutschland beim aktuellen "Ranking der Pressefreiheit" der Organisation "Reporter ohne Grenzen" nur auf Platz 14 weltweit liegt. Für ein demokratisches Land, das so oft seine Toleranz und Freiheit betont, ist das ein bestenfalls mittelmäßiger Wert, den wir kritisch hinterfragen sollten, bevor wir Pressekritiker als Antidemokraten brandmarken.

Und vergessen wir nicht: Ja, wir zensieren vielleicht keine Zeitungen. Aber die konservative Wochenzeitung "Junge Freiheit" musste einen sehr langen Kampf führen, um sich der - letztendlich vor Gericht als unbegründet angesehenen - Beobachtung durch den Nordrhein-Westfälischen Verfassungsschutz zu erwehren. Und als vor 10 Jahren ihre Druckerei bei einem Anschlag von Linksextremen abgebrannt wurde, blieb jeglicher Sturm der Entrüstung auf diesen Angriff auf die Pressefreiheit in Deutschland aus. Wie frei, wie tolerant, wie mutig und wie ausgewogen ist die deutsche Presse also? 

Ist es noch eine objektive Berichterstattung, wenn die deutsche Presse fast jeglicher Couleur Gegendemonstrationen gegen PeGiDa frenetisch bejubelt und unterstützt, jede ausgeschaltete Straßenbeleuchtung als Zeichen des Widerstands feiert und die PeGiDa-Demonstranten selbst quasi als tumbe Rassisten abstempelt? 

Ganz abgesehen davon, dass viele Journalisten in Deutschland sich längst dreimal überlegen, ob sie bereit sind, einen Artikel oder eine Karikatur zu veröffentlichen, die von einer bestimmten Glaubensrichtung eventuell als Provokation angesehen werden könnte.

Jeder Schüler lernt im Deutschunterricht, dass Zeitungen faktengeprägte Berichterstattungen und Kommentare strikt zu trennen haben. Schon hiervon sind wir immer weiter entfernt, wie auch wieder unsere Partei zunehmend häufiger erlebt, wenn selbst unser Parteiname mit dem Zusatz "die sogenannte Alternative für Deutschland" mit einem kritischen Unterton belegt wird.

Was ist es Anderes als Meinungsmache und Desinformation, wenn ein offensichtlicher Versprecher unseres Hamburger Spitzenkandidaten am heutigen Tage in der "BILD" als "perfide" und somit beabsichtigt hingestellt wird, während die Information, dass dieser Versprecher noch im nächsten Satz korrigiert wurde, unterbleibt?

Ja, es ist übertrieben und es ist sicherlich für die ernsthaft und solide arbeitenden Journalisten in Deutschland ärgerlich, mit dem Begriff "Lügenpresse" belegt zu werden. 

Aber wir sollten ihn sehen als das was er ist: Er ist keine antidemokratische Vokabel, er ist ein Aufschrei und Mahnmal gegen eine Presse, die immer mehr auf dem Weg ist, tendenziös, einseitig und mutlos zu werden.

Eine freie, demokratische und auf Meinungsfreiheit wert legende Gesellschaft kann das nicht wollen.

Melanie Wever, stellv. Landesvorsitzende der AfD NDS

 


 

Ein Beispiel (inszenierte Schein-Demowie die Bürger von der Presse
in den Nachrichten
durch Tricksen und Täuschen hinter´s Licht geführt wird!

 

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