27.12.2018 LESERBRIEF zur Stellungnahme des Chefredakteurs Wolfgang Stephan

Leserbrief des AfD KEISVERBANDES zur Stellungnahme des
Chefredakteurs auf eine Anzeige der AfD-Kreistagsfraktion
unter „TAGEBLATT INTERN“ vom 22.12.2018.

Datum der Veröffentlichung im TAGEBLATT: noch offen

Sehr geehrter Herr Chefredakteur Wolfgang Stephan,

der AfD-Kreisverband Stade möchte sich hiermit bei Ihnen für Ihre Stellungnahme unter „TAGEBLATT INTERN“ bedanken. Dazu bedarf es einer Analyse oder auch spiegelbildlichen Betrachtung. Selten hat ein Journalist es geschafft, mit so wenigen Sätzen sich selber zu widersprechen und dazu auch noch seine Arbeitsweise zu dokumentieren.

1. Die Anzeige haben sie aufgenommen, „weil in dieser …. selbst kein reaktionäres Gedankengut steht“. Weiter, „Würden wir das auch nur in Ansätzen erkennen, würde die Anzeige nicht gedruckt werden“. Nur, was „reaktionäres Gedankengut“ ist und wer feststellt, dass es sich um „reaktionäres Gedankengut“ handelt, wird nicht geschrieben. Schlimmer noch, hier wird ein Kampfbegriff verwendet, mit dem die beiden letzten Diktaturen in Deutschland ausgiebig gearbeitet haben. Weiter siehe Artikel 5 GG.

2. „Zumal die Partei im Kreistag nicht viel geboten hat“. Eine Behauptung ohne Beleg, die damit unter die Rubrik „betreutes Denken“ fällt, oder anders ausgedrückt „Nanny-Journalismus“, von dem Sie, Herr Stephan, mal gesagt haben, dass er den „Rechten“ hilft

3.  „Was nichts daran ändert, dass die AfD eine unsägliche Partei ist“. Da stellt man sich einmal den Geschäftsführer eines Unternehmens im Einzelhandel vor, der seinen Kunden in aller Öffentlichkeit lauthals vorwirft, sie seien Mitglieder einer „unsäglichen Partei“ oder hätten diese gewählt. Herr Stephan, b Sie vergessen, dass viele Mitglieder der AfD und deren Wähler, die zurzeit zwischen 10 und 18% geschätzt werden, Ihre Kunden sind.

4. „Die AfD ist eine Herausforderung für alle Demokraten…..“ Falsch, Herr Stephan, die AfD ist eine Herausforderung und Gefahr für alle Autokraten und Meinungsmacher. Der Fall Claas Relotius ist ein weiterer Beleg dafür, dass das wachsende Misstrauen der Bevölkerung gegenüber der Medienbranche mehr als gerechtfertigt ist.

5. „Dass die AfD offenbar glaubt, das so verhasste TAGEBLATT als Medium zu gebrauchen, zeigt, dass Sie uns offenbar ernst nehmen“. Keine Frage Herr Stephan, die AfD nimmt das TAGEBLATT ernst, nur nehmen wir diese Zeitung nicht so wichtig wie Sie es andeuten. Auch „verhasst“ ist das TAGEBLATT nicht. Diese Zeitung ist für die AfD ein zuverlässiges und sehr einfach in den Reflexen zu berechnendes Instrument. Nicht mehr und nicht weniger.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Wiegers,
Pressesprecher der AfD, KV Stade  

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