27.01.2018 Zwei Interessante Leserbriefe zum Wochenende

  1. PANZER FÜR DEUTSCHLAND   (erschienen im TAGEBLATT vom 27.01.2018)

  2. CHANCE FÜR BACARDI VERTAN  (erschienen im TAGEBLATT vom 27.01.2018)

1.

Zum Artikel „Regierung in der Bredouille“ (TAGEBLATT vom 23. Januar) und anderen Artikeln schreibt Helmut Wiegers, Pressesprecher der AfD im Kreisverband Stade, Am Klöterbusch in Buxtehude:

„Der Stopp der Waffenlieferungen an die Türkei kann aufgehoben werden, wenn Deniz Yücel freikommt.“ Außenminister Gabriel (SPD) laut „Der Tagespiegel“ vom 5.1.18.

  • „Bundesregierung will Panzerdeal mit der Türkei genehmigen“. „Zeit-online“ am 19.1.18.
  • „Erdogan verkündet Bodenoffensive gegen syrische Kurden“. Zeit-online 20.1.18
  • „Kurdenmiliz kämpft offenbar mit deutschen Waffen gegen Jesiden“. „Spiegel online“ am 6.3.17.

„Schwere Gefechte zwischen Iraks Truppen und Kurden“. „Tagespiegel“ 20.10.17. „Einem Bericht der kurdischen Nachrichtenseite Rudaw zufolge setzten die Kurden bei den Gefechten die Panzerabwehrwaffe „Milan“ ein und zerstörten zwei gepanzerte Fahrzeuge. Die Panzerabwehrwaffe hatte Deutschland für den Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) an die Peschmerga geliefert“.

Zusammengefasst: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis eine aus Deutschland gelieferte Milan einen aus Deutschland gelieferten Panzer zerstört. Auf Neudeutsch nennt man so was eine Win-Win- Situation. Diese zynisch menschenvernichtenden Geschäfte genehmigen Politiker, die jegliche Kritik gern an ihrem Handeln selbst als „menschenverachtend“ abtun. Dieselben Personen werden gestützt von Menschen, die ihre anscheinend überlegene Moral wie eine Monstranz vor sich hertragen und sich wie selbstverständlich für den Frieden in der Welt und den Stopp der Waffenexporte einsetzen. Da braucht es schon einen stabilen Magen, um die aufkommende Übelkeit zu unterdrücken.

2. 

Zum Artikel „Bacardi schließt in Buxtehude“ (TAGEBLATT vom 20. Januar) schreibt Dipl.-Ing. Maik Julitz, AfD-Fraktion Buxtehude, Ausschussmitglied AWLT, Kottmeierstraße in Buxtehude:

Als Ratsherr und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus (AWLT) habe ich die Abwicklung des Bacardi-Standortes Buxtehude und den damit verbundenen Wegfall von 103 Arbeitsplätzen in der Hansestadt Buxtehude mit Entsetzen aus der Presse erfahren.

Was der Arbeitsplatzverlust für die Mitarbeiter und deren Familien bedeutet, kann ich als Inhaber eines Familienunternehmens sehr gut nachvollziehen und wünsche, dass alle Betroffenen schnell eine neue Erwerbstätigkeit finden.

Selbst Unternehmer und Geschäftsführer eines produzierenden international agierenden Unternehmens (der Einzige im Rat) wollte ich durch meine Mitarbeit im zuständigen Ausschuss die Belange der kleinen und mittelständischen Betriebe in den Fokus der kommunalen Politik rücken. Leider musste ich frühzeitig erkennen, dass dieser Ausschuss sich fast ausschließlich mit Stadtfesten und Tourismuskonzepten beschäftigt, welche die Stadtverwaltung vorgibt. Wirtschaft und Landwirtschaft, also die Grundlage des Status quo einer Gesellschaft, spielen eine sehr untergeordnete Rolle.

Ein Unternehmen verlagert nicht über Nacht die Produktion nach Italien. Es wäre Aufgabe der Verwaltung und des zuständigen Ausschusses gewesen, sich im Vorfeld mit dieser Betriebsschließung zu befassen. Die Anzeichen für eine Betriebsschließung stellen sich meist sehr frühzeitig ein und basieren neben dem Marktumfeld auch auf vielen standortbedingten wirtschaftlichen Faktoren wie zum Beispiel Lohnstruktur, Energiekosten, Infrastruktur, Steuergestaltung, bürokratische Aufwendungen et cetera.

Genau hierzu hätte ich mir frühzeitig eine zielführende Diskussion mit dem Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, Verwaltung und Politik gewünscht.