04.02.2018 Gauck: "Mich erschreckt der Multikulturalismus"

Hört! Hört! In seiner REDE an der Uni Düsseldorf kamen dem ehemaligen Bundespräsidenten Gauck erstaunliche Worte über die Lippen. Ein Kommentar dazu von Prof. Dr. Meuthen:

"Liebe Leser, die Präsidentschaft von Joachim Gauck dürfte bei vielen von Ihnen noch in lebhafter - verzeihen Sie mir, wenn ich nicht von "bester" spreche - Erinnerung sein.

Ein Mann, der in seiner Selbstgefälligkeit das höchste Amt im Staate nutzte, um zu spalten statt zu vereinen. Wie anders sollte man seinen Umgang mit jenen Millionen Deutschen bewerten, die den Kartellparteien den Rücken kehrten und sich unserer jungen Bürgerpartei zuwandten?

Bezeichnend war beispielsweise seine Äußerung, dass derzeit gar nicht die Eliten das Problem seien, sondern die Bevölkerungen, s. HIER.

War diese hochmütige, abschätzige und in der Sache natürlich vollkommen falsche Äußerung noch allgemein gehalten, begnügte sich dieser Spalter schon bald nicht mehr mit derlei ungerichteten Injurien. Auf dem Katholikentag 2016 drehte er dann nämlich richtig auf und bezeichnete Mitglieder unserer Bürgerpartei als, so wörtlich, "Dödel".

Er tat dies im Zusammenhang mit der ihm gestellten Frage, was er denn vom Standpunkt der AfD in puncto Flüchtlingspolitik halte.

Mittlerweile ist in vielerlei Hinsicht klar: Die vermeintlichen "Dödel" haben mit all ihren vernunftbasierten Warnungen Recht behalten, während die hochmütigen Gutmenschen vom Schlage eines Herrn Gauck eine intellektuelle Bruchlandung sondergleichen erlebten.

Auf ein Wort der Entschuldigung warten die Mitglieder unserer Partei bis heute vergeblich. Umso erstaunter durfte man jetzt den Worten dieses Herrn an der Universität Düsseldorf lauschen, an welcher er einen Vortrag anlässlich der ihm übertragenen Gastprofessur hielt; es ging um das Thema "Heimat und das Fremde." Ich zitiere aus seinem Redemanuskript:


"Ein Nationalstaat darf sich nicht überfordern. Wer sich vorstellt, quasi als imaginierter Vertreter eines Weltbürgertums alle Grenzen des Nationalstaates hinwegzunehmen, überfordert nicht nur die materiellen, territorialen und sozialen Möglichkeiten eines jeden Staates, sondern auch die psychischen Möglichkeiten seiner Bürger.

Sogar der weltoffene Mensch gerät an seine Grenzen, wenn sich Entwicklungen vor allem kultureller Art zu schnell und zu umfassend vollziehen.

Einen großen Einfluss in der Integrationspolitik hat lange Zeit die Konzeption des Multikulturalismus gehabt: Was sich auch immer hinter den einzelnen Kulturen verborgen hat - Vielfalt galt als Wert an sich. Die Kulturen der Verschiedenen sollten gleichberechtigt nebeneinander existieren, für alle verbindliche westlich-liberale Wertvorstellungen wurden abgelehnt.

Ich verstehe, dass es auf den ersten Blick tolerant und weltoffen anmuten mag, wenn Vielfalt derart akzeptiert und honoriert wird. Wohin ein solcher Multikulturalismus aber tatsächlich geführt hat, das hat mich doch erschreckt.

So finde ich es beschämend, wenn einige die Augen verschließen vor der Unterdrückung von Frauen bei uns und in vielen islamischen Ländern, vor Zwangsheiraten, Frühheiraten, vor Schwimmverboten für Mädchen in den Schulen. Wenn Antisemitismus unter Menschen aus arabischen Staaten ignoriert oder mit Verweis auf israelische Politik für verständlich erklärt wird.

Oder wenn Kritik am Islam sofort unter den Verdacht gerät, aus Rassismus und einem Hass auf Muslime zu erwachsen. Sehe ich es richtig, dass in diesen und anderen Fällen die Rücksichtnahme auf die andere Kultur als wichtiger erachtet wird als die Wahrung von Grund- und Menschenrechten?"

Genau das sagen wir seit Jahren.

Wir warnen jeden Tag aufs Neue vor den Folgen von Multikulti, betonen die Verbindlichkeit unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung für alle, die sich langfristig in unserem Land aufhalten wollen - und weisen darauf hin, dass es hierzulande mittlerweile zahlreiche Muslime gibt, die von genau jener westlichen Freiheitlichkeit eben gerade nichts wissen wollen und stattdessen hier Parallelgesellschaften errichten, die gegen diese Grundordnung agitieren.

Nun sei selbst einem Spalter wie Gauck zugestanden, zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Richtig glaubhaft werden sie aber erst, wenn er den Mut hat zu sagen, welche Partei in Deutschland genau diese Dinge gegen alle Widerstände stets klipp und klar ausgesprochen hat - und zwar lange vor seiner jetzigen Kehrtwendung.

Zeit für diejenigen, die keine Kehrtwendung zu machen brauchen. Zeit für die AfD."

Quelle: FACEBOOK Prof. Dr. Meuthen

Gauck nennt AfD-Mitglieder "Dödel"

Gauck-Rede an der Uni Düsseldorf