25.04.2018 Silberjunge Thorsten Schulte in Buxtehude

schulte vortragDer Kapitalmarktexperte und Buchautor Thorsten Schulte, im Internet unter "SILBERJUNGE" bekannt, war in Buxtehude zu Gast. Die Malerschule war mit ca. 100 Gästen sehr gut besucht, eine Rekordbeteiligung der regelmäßigen Vortragsreihe des AfD Kreisverbandes Stade.

Herr Schulte berichtete zunächst über die zunehmende Manipulation der öffentlichen Meinung und die Unterdrückung unliebsamer Ansichten in unserem Land. So wurde sein Spiegelbestseller "Kontrollverlust" zwei Wochen vor der Bundestagswahl 2017 nicht mehr in der Bestsellerliste der BILD-Zeitung erwähnt, obwohl diese sich angeblich nach den aktuellen Verkaufszahlen bei Amazon richtet. Auch die Thalia-Buchhandlungen boykottierten das Buch.

In seinen Ausführungen zum Thema EU verwies er auf ein VIDEO der Deutschen Bank, in dem eine Politikwissenschaftlerin die Ansicht vertritt, dass die "Deutschen" überhaupt erst durch die Einführung der Krankenkasse entstanden seien. Diesen Mechanismus solle man auch für Europa nutzen, so könne z.B. durch eine allgem. europäische Krankenversicherung eine "europäische Nationenbildung" erreicht werden. Dies sei die Zukunft für Europa.

Als Buchtipp erwähnte Herr Schulte dazu das Buch "Die nationale Option" von Karl Albrecht Schachtschneider - Die Zerstörung des deutschen Nationalstaats - eine Chronik der Rechtsverstöße. Karl Albrecht Schachtschneider zeigt in diesem Buch, wie der deutsche Nationalstaat als Garant für Frieden und Freiheit einer Europäisierung und Globalisierung geopfert wird.

Herr Schulte kritisierte ferner die Macht der Parteien und deren Eliten. Die Bürger hätten wegen fehlender Einflussmöglichkeiten auf die Politik (keine Volksabstimmungen auf Bundesebene!) ein Gefühl der Ohnmacht und würden sich daher in großen Teilen von der Politik abwenden. Dies mache sich in einem drastischen Mitgliederschwund sowie einer Überalterung der etablierten Parteien bemerkbar. Gleichzeitig sei das Vermögen der Bundestagsparteien so hoch wie noch nie: es stieg von 2014 zu 2015 um 74 Millionen Euro auf 460,1 Mill. Euro (s. ARTIKEL auf epochtimes.de). Ergänzt würde dieser Zustand durch die Steigerung der Staatsmittel für Parteistiftungen von 2005 bis 2017 um 83 %, (Inflation nur +21 % und der Bundeshaushalt +25 % in diesem Zeitraum). Im Jahr 2017 erhielten die parteinahen Stiftungen 581 Mill. Euro.
All dies führe dazu, dass der Beruf des Politikers als kaum vertrauenswürdig wahrgenommen werde und die Demokratie selbst an Wichtigkeit verliere.

Zur weltpolitischen Lage führte Herr Schulte aus, dass China im Begriff sei, sich in einen totalen Überwachungsstaat zu verwandeln (s. ARTIKEL in der FAZ). Mit einem „Sozialkreditpunktesystem“ sollen ab 2020 die rund 1,4 Milliarden Einwohner der Volksrepublik zu einem vorgeschriebenen sozialen Verhalten gezwungen werden. Wer z.B. ein ausländisches oder großes Auto fährt, erhält Punktabzüge. Gesetzestreue, moralisches Wohlverhalten, soziales Engagement, Aktivitäten im öffentlichen Interesse und Umweltschutz jedes einzelnen Bürgers werden erfasst und beurteilt. Abweichungen von sozialen und moralischen Normen werden bestraft.

Bezüglich der EURO-Zone erläuterte Herr Schulte die prekäre finanzielle Lage Frankreichs (daher das Interesse des franz. Präsidenten Macron an einem europäischen Finanzhaushalt) und Italiens. Er verwies auf die schädliche EZB-Nullzinspolitik und die Entwicklungen auf dem Staatsanleihenmarkt. Ein besonderes Augenmerk sei auf die Target2-Forderungen der Bundesbank an die EZB zu richten. Sie betragen z.Z. über 900 Mrd. Euro, während Italien Schulden an die EZB in Höhe von über 440 Mrd. Euro hat (s. BEITRAG zum Thema in der WELT).

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