13.11.2015 Die Schädigung von Mensch, Tier und Umwelt durch die Energiewende

Krank durch Infraschall (Video auf spiegelonline.de)

Macht der Infraschall von Windanlagen krank? (Welt.de)

Die Risiken und Kosten der Windenergie standen am 11. November im Mittelpunkt einer gut besuchten Veranstaltung des AfD-Kreisverbandes Stade.

Der Referent Dr. Ulrich Steiner, Physiker und Pharmazeut mit jahrzehntelanger Forschungserfahrung, enttäuschte die Zuhörer nicht: So gelang es dem aus der Region Düsseldorf stammenden Wissenschaftler einerseits, durch humorvoll-sarkastische Zuspitzungen immer wieder auf die Kernprobleme hinzuweisen. Vor allem jedoch machte die anschauliche, sinnvoll strukturierte und kompetente Aufbereitung dieses komplexen Themengebietes den Abend nicht nur für die anwesenden Techniker und Naturwissenschaftler zu einem Gewinn:

So skizzierte er zahlreiche aus den Medien bekannte Probleme, insbesondere die Gefahren für die Vogelwelt, die drastische Veränderung des Landschaftsbildes und den Wertverlust von benachbarten Immobilien.

Seine Schwerpunkte jedoch legte er zum einen auf die von den Windkraftanlagen ausgehenden Gesundheitsgefährdungen, zum anderen auf die unrealistischen physikalischen, technischen und ökonomischen Grundannahmen der Energiewende insgesamt, die Steiner dementsprechend auch doppeldeutig als „Windige Wende‟ bezeichnete.

Die Gesundheitsrisiken resultierten aus dem Lärm der Anlagen, deren optischer Bedrückung und insbesondere dem bislang wenig beachteten Phänomen des Infraschalls. Hierbei handele es sich um die besonders tiefen Töne, welche sich kilometerweit ausbreiten könnten und gegen die eine Dämmung im Hause aus physikalischen Gründen in der Praxis nicht möglich sei. „Anders als Lärm ist Infraschall für den Menschen zwar nicht hörbar, den Organismus beeinflusst er aber mit großer Wahrscheinlichkeit auf vielfältige Weise‟, warnte der Forscher (s. VIDEO). So seien neben dauerhafter Schlaflosigkeit langfristig auch verschiedene Beeinträchtigungen unter anderem des Herzens und des Blutdrucks zu erwarten, wie aus einer Studie des Umweltbundesamtes (UBA) hervorgehe. Deutliche Hinweise darauf, dass es sich hierbei nicht um Panikmache handele, ergäben sich aus dem Tierreich: So belegten mehrere Beobachtungen, dass es im Umfeld von Windkraftanlagen zum Teil zu einem erheblichen Anstieg von Fehl- und Totgeburten sowie von Missbildungen bei höheren Säugetieren wie Nerzen und Kühen gekommen sei (s. HIER).

Steiner, der selbst lange Jahre in der Medikamentenentwicklung tätig war, zog einen deutlichen Vergleich: „Wenn bei der Erprobung eines Medikaments Mäuse solche Schäden erleiden würden, müsste die Studie sofort abgebrochen werden und das Medikament käme niemals auf den Markt.‟ Bei der Windkraft hingegen ignoriere die Politik diese Gefahren, obwohl neben renommierten Institutionen wie dem Robert-Koch-Institut auch die Ärzteschaft und das UBA eindringlich auf die möglichen Gefahren und den großen, dringenden Forschungsbedarf hinwiesen.

Steiners Forderung ist eindeutig: „Solange die Auswirkungen des Infraschalls nicht geklärt sind, sollten neue Anlagen im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes nur in einer deutlich ausgeweiteten Mindestentfernung von Wohngebieten errichtet werden dürfen, wobei diese Mindestentfernung meist mit „10H“ angegeben wird. Darunter wird eine Entfernung verstanden, die 10 Mal der Höhe der Windkraftanlage einschließlich des Rotors entspricht. In Bayern ist ein solcher Abstand bereits per Gesetz vorgeschrieben. Für die heutigen Anlagen von bis zu 200 m Höhe bedeutet dies einen Abstand von 2 km. In anderen Bundesländern hingegen werden Entfernungen von 450 bis 600 m toleriert.‟

Geradezu absurd sei laut Steiner das Verhalten des Umweltbundesamtes:

„Einerseits warnt es vor den ihm bekannten Gesundheitsrisiken, die von dieser Technologie ausgehen. Andererseits fordert es die Politik auf, auf die notwendigen Schutzabstände zu menschlichen Siedlungen zu verzichten. Denn ansonsten werde die Energiewende zu Fall gebracht. Schließlich müssten 97% aller derzeit noch möglichen Flächen für Windräder gesperrt werden, wenn man einen Abstand von 2000 m vorschreiben würde.‟

Dass die Energiewende ohnehin zum Scheitern verurteilt sei, machte er exemplarisch daran deutlich, dass die Windkraft keine stabilen Erträge liefere und die Produktionsspitzen nicht ökonomisch sinnvoll gespeichert werden könnten. So herrschten immer wieder Windflauten, die mehrere Tage andauern könnten. In 2008 etwa habe es den Fall einer Flaute von 10 Tagen gegeben. Diese Lücken könnten nicht durch Importe aus anderen Ländern ausgeglichen werden, da die Windstärken europaweit relativ synchron verliefen. Dementsprechend sei man auf die Speicherung angewiesen, die aber de facto erst in der Phantasie der Politiker existiere: „Die heutigen Speicherstationen auf der Basis von Akkus sind Spielzeuganlagen.‟ Von den bisherigen Bauwerken, die in etwa die Grundfläche zweier Einfamilienhäuser haben (vgl. Abb 1), bräuchte es deutschlandweit 3,4 Mio. Stück. „Die Kosten würden sich auf unvorstellbare 23.000 Mrd. € belaufen. Und nach 20 Jahren müssten die Anlagen bereits ersetzt werden‟, berichtete Steiner dem Publikum.

Wind 2

Abb.1

Bessere Speicher-Technologien seien derzeit nicht in der Erprobung und stünden deshalb auch auf Jahrzehnte hin in der Praxis nicht zur Verfügung. „Die Produktionsspitzen der Windenergie sind dementsprechend Energie-Sondermüll, der für viel Geld ins Ausland verschoben werden muss. Unsere Nachbarn wehren sich dagegen aber zunehmend‟, so Steiner.

Da die Produktionsmenge also chaotisch schwanke (vgl. Abb.2) und die Speicherung nicht möglich sei, entstehe die groteske Situation, dass die Kohlekraftwerke allesamt als Reserve mitlaufen müssten. Die von der Politik versprochene Vermeidung von Emissionen sei somit unerreichbar.

Wind 1

Abb.2

Die Grafik simuliert auf Basis der Winderträge des Jahres 2014, wie Deutschland nach einer Verzehnfachung der Anlagenzahl von derzeit 25.000 auf dann eine Viertelmillion mit Windstrom versorgt werden würde: Das Land würde phasenweise mit nutzlosem Windstrom überschwemmt werden, wäre aber von der notwendigen Grundversorgung trotzdem noch weit entfernt. Mindestens einmal pro Woche würde es zu einem bundesweiten Blackout kommen.

 

Interessanterweise habe Wirtschaftsminister Gabriel zumindest die wirtschaftlichen und finanziellen Gefahren der Windenergie bereits erkannt, wie Steiner mit mehreren Zitaten und Redebeiträgen belegte (s. HIER und HIER). Logische Konsequenzen daraus habe er bislang aber nicht gezogen. Stattdessen treibe Gabriel den Braunkohleausstieg voran. Steiner hingegen forderte, sich auf die sichere und stabile Versorgung durch Kohle zurückzubesinnen: „Um eine Kilowattstunde Strom zu erzeugen, benötigen die neuen Kraftwerke deutlich weniger Kohle als die alten. Daher kann man Primärenergie einsparen, indem man die alten Kraftwerke schrittweise durch neue ersetzt. Damit reduziert man auch die CO2- Emissionen, obwohl es mehr als fraglich ist, ob CO2 irgendeinen Einfluss auf das Klima hat und damit die CO2-Einsparung überhaupt ein relevantes Ziel ist.‟

In der anschließenden Fragerunde ging Steiner detailliert auf zahlreiche Anmerkungen der Zuhörer ein. Zur CO2-Problematik verwies er auf einen Vortrag, welcher im Kreisverband Stade am 10.2.2016 von dem Meteorologen Eckhard Puls gehalten werde (s. HIER).

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Inzwischen gibt es zahlreiche Bürgerinitiativen gegen Windkraft, z.B. HIER

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