02.04.2021 In Gedenken an die Helden der Karfreitagsgefechte ...

Trauer Karfreitag

... Nils Bruns, Martin Kadir Augusyniak, Robert Hartert
Diesen Freitag jährt sich zum elften Mal der Einsatz, der als „Karfreitagsgefecht“ für den tragischen Tod von drei Soldaten des Fallschirmjägerbataillons 373 steht. Bei der Durchführung einer Aufklärungsmission zum Entfernen von Sprengfallen (IED) bei Isa Khel gerieten die 34 am Einsatz beteiligten Fallschirmjäger gegen 13 Uhr Ortszeit aus einem Hinterhalt heraus unter schweren Beschuss, der sich über mehrere Stunden erstreckte. Der Feind umfasste 70 bis 80 Personen, die den radikal-islamistischen Taliban und anderen, fundamentalistischen Gruppen zugerechnet werden.


Robert Hartert wurde bereits zu Gefechtsbeginn schwer verwundet, Bruns und Augustyniak wurden Opfer einer Sprengfalle, als sie sich mit ihrem Dingo gegen 14.50 vom Feind zu lösen versuchten. Acht weitere Fallschirmjäger wurden im Laufe der Kämpfe teilweise schwer verwundet, konnten aber unter dem Einsatz von US-Soldaten aus dem Gefechtsfeld geschafft und mit Hubschraubern des Typs Black Hawk ausgeflogen werden.
Dank für die treue Pflichterfüllung und Ehrfurcht vor dem Mut unserer Soldaten sind angebracht, genauso wie die tiefe Trauer über diese jungen Menschen, die in Afghanistan ihre Leben ließen. Und während sie uns das Schwerste abnahmen, nämlich den Kampf um Leben und Tod, müssen wir Politiker wenigstens endlich den Mut aufbringen, eine Entscheidung zu treffen. Eine klare Entscheidung zu Gunsten unserer Soldaten. Die Entscheidung, sie aus Afghanistan zurückzuholen. Die Bundeswehr ist keine Weltpolizei. Und unsere Soldaten sind keine außenpolitische Geschenke an andere Staaten. Quelle: Facebook Jan Nolte, MdB